Unser Selbstverständnis
Das Feministische Bündnis Mannheim ist ein Zusammenschluss von Gruppen und Einzelpersonen, die feministische Kämpfe gemeinsam führen wollen. Uns verbindet der Anspruch, gegen patriarchale und kapitalistische Strukturen aktiv zu werden – solidarisch, kollektiv und kämpferisch.
Wir verstehen Feminismus als eine politische Praxis, die vielfältige Unterdrückungs- und Ausbeutungsverhältnisse sichtbar macht und bekämpft: Sexismus, Rassismus, Queerfeindlichkeit, Klassismus und andere Formen von Diskriminierung sind miteinander verwoben und verstärken sich gegenseitig. Unsere Arbeit zielt darauf, diese Strukturen zu benennen, zu kritisieren und konkrete Alternativen praktisch erfahrbar zu machen.






Warum „Feministischer Kampftag“?
Wir sprechen bewusst vom Feministischen Kampftag am 8. März. Dieser Begriff macht deutlich, dass es um mehr geht als symbolisches Feiern: Wir kämpfen gemeinsam für FLINTA*-Rechte und gesellschaftliche Veränderung.
Dabei schließen wir niemanden aus: In Texten und Redebeiträgen nennen wir Frauen, Lesben, inter, nichtbinäre, trans und agender Personen ausdrücklich und stellen klar, dass feministische Kämpfe vielfältig sind.
Gegen Kapitalismus und Patriarchat
Wir sehen den Zusammenhang von Kapitalismus und Patriarchat:
- patriarchale Strukturen fördern unbezahlte Sorgearbeit, Lohngefälle und Gewalt,
- kapitalistische Verhältnisse reproduzieren Abhängigkeit, Konkurrenz und Ausbeutung.
Darum verbinden wir feministische Praxis mit unserer antikapitalistischen Haltung und entwickeln gemeinsame Strategien, die über den Alltag hinausweisen.
Zusammenarbeit im Bündnis
Unsere Zusammenarbeit ist geprägt von Transparenz, Verbindlichkeit und Konsens.
- Transparenz: Entscheidungen und Abläufe werden offen dokumentiert.
- Verbindlichkeit: Übernommene Aufgaben werden zuverlässig erledigt.
- Konsens: Wir suchen nach Lösungen, die für alle tragfähig sind, statt Mehrheiten über Minderheiten zu stellen.
Gruppen und Einzelpersonen, die Teil des Bündnisses werden wollen, teilen unsere feministische und kapitalismuskritische Haltung und bringen Kapazitäten für aktive Mitarbeit ein.
Unsere Praxis
Wir organisieren Demonstrationen, Mahnwachen und Aktionen – vor allem am 8. März (Internationaler Frauentag) und am 25. November (Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen). An diesen Tagen machen wir feministische Kämpfe sichtbar, laut und unübersehbar auf der Straße.
Grundsätze für unsere Aktionen
- Auf unseren Demonstrationen sind Parteifahnen, Transparente ohne Bezug und parteipolitische Redebeiträge nicht erwünscht. (Ausgenommen unserer Bündnispartnerin ‘Die Linke’)
- FLINTA* stehen bei Aktionen vorne, Redelisten und Redezeiten werden vorab abgesprochen.
- Moderation achtet auf einen respektvollen Rahmen.
- Wir bemühen uns um barrierearme Zugänge: zB. Übersetzungen in Deutsche Gebärdensprache, ein reizarmer Block am Ende des Demozugs
Barrieren abbauen
Wir wissen, dass besonders gehörlose FLINTA* in politischen Räumen oft ausgeschlossen sind. Deshalb ist Barrierefreiheit ein erklärtes Ziel unserer Arbeit. Wir bemühen uns um DGS-Übersetzung bei großen Veranstaltungen. Wir möchten weiterhin am Abbau verschiedener Barrieren arbeiten. Feedback und Kritik sind jederzeit willkommen.
Finanzierung und Transparenz
Das Bündnis arbeitet unabhängig. Spenden bei Veranstaltungen werden dokumentiert und von einer beauftragten Person für gemeinsame Zwecke verwaltet. Kosten und Ausgaben werden transparent offengelegt.
Mitmachen
Du bist eine Gruppe oder Einzelperson in Mannheim, die feministisch und kapitalismuskritisch aktiv ist? Dann bist du willkommen!
Schreibe uns eine kurze Vorstellung und sag uns, wie du dich einbringen möchtest.
Wichtig ist: Wer Verantwortung übernimmt, sorgt im Fall von Verhinderung selbst für eine Vertretung. Verbindlichkeit ist die Grundlage unserer Arbeit.